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Willis-Spitzen.de

Karikaturen, Radierungen und Kupferstiche von Wilhelm Schmidt aus Büsum

 

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Datenschutz geht uns alle an!

Datenschutzerklärung

Jede gute Website braucht eine Datenschutzerklärung? Ok, dann machen Sie sich auf etwas gefasst.

Präambel

Artikel 12 der EU-Datenschutzgrundverordnung (kurz: DSGVO) fordert, dass ich Ihnen „in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form [und] in einer klaren und einfachen Sprache“ erkläre, was hier auf dieser Webseite geschieht. Da ich dabei nicht davon ausgehen darf, dass Sie fünf Jahre Informatik, Jura oder Raketeningenieurwesen studiert haben, soll ich hier also Klartext schreiben. Das mache ich doch gerne.

§1 Hosting

Diese Website wird offiziell gehostet von einer deutschen Firma, also nicht nur europäisch, sondern viel, viel besser. Diese sitzt sogar in Büsum und auch deren Hosting ist auf deutschem Boden. Ich privat habe mit dieser Firma für diese Domain www.willis-spitzen.de (noch) keinen schriftlichen Auftragsverarbeitungsvertrag geschlossen, ich habe mir von dem Firmenchef (meinem Sohn) aber im inneren Familienverhältnis mündlich versichert, dass er (geschäftlich) meine (privaten) Hosting-Daten immer sehr gewissenhaft behandeln werde. Ansonsten wird er enterbt und mit dem gesparten Erbe werde ich alle entschädigen, die betroffen sind (also nicht betroffen davon, dass ich nicht mehr da bin, sondern irgendwie anders). Aber darum kümmert sich mein Nachlassverwalter in frühestens 100 Jahren.

§2 Google Analytics und sonstiges Tracking

Diese Website nutzt Google Analytics NICHT. Würde sie sie nutzen müssen sie weiterlesen, ansonsten springen Sie zu Punkt §3 .

Sie wollten es so: Oh Mein Gott! Ihre Zugriffe auf diese Website werden sicherlich auch in den USA gespeichert. Und es kommt noch schlimmer: auch mit Google habe ich noch keinen Auftragsverarbeitungsvertrag geschlossen. Wieso? Der Google-Standard-AV-Vertrag hat 18 Seiten, muss in doppelter Ausfertigung nach Irland geschickt werden und legt mir nahe, meine sonstigen Anmerkungen zum Vertrag postalisch nach London zu senden. Hier können Sie den Vertrag mal nachlesen. Und es kommt noch besser: würde ich die Buchstaben der Datenschutzgrundverordnung wörtlich auslegen, z.B. Artikel 28 Abs. 3 (h), müsste ich persönlich meine Auftragsverarbeiter gelegentlich besuchen und überprüfen, ob die das alles richtig machen. Also ganz praktisch: ich fahre zum Google Rechenzentrum, klingele an der Pforte und sage dann: „Hallo, hier ist Ihr Auftraggeber, der Schmidt aus Büsum. Ich wollte mal gucken, ob Sie auch wirklich alles richtig machen.“

Alles klar?! Sie sehen, daher nutze ich sie nicht. Ist mir auch nicht so wichtig, wer alles mit welchen Absichten hierher kommt. Ihr seit alle willkommen.

§3 Weitere Plugins

Sie haben noch nicht genug? Ok, dann weiter. Diese Website nutzt auch KEINE Plugins. Das liegt daran, dass mein Sohn für alles verantwortlich ist.

Wenn dieser aber PLUGINS nutzt, hier weiterlesen: Diese Plugins machen allerhand: ein paar beschleunigen die Website, ein anderes sorgt für schöne Optik, Fußnoten, Social Sharing Buttons, E-Mailalerts, Fotogalerie oder besonders schöne Sitemaps, die dazu führen, dass Sie diese Website überhaupt finden konnten. Wie dem auch sei: nahezu jedes dieser Plugins sendet am langen Ende Ihre IP-Adresse an die Server, die benötigt werden, damit Sie hier eine hübsche Website sehen können. Habe ich mit jedem dieser Plugin-Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag? Na, was meinen Sie? Ich verrate es Ihnen: Nein! Und warum? Weil auch das völliger Quatsch ist. Oder wollen Sie mir jetzt ernsthaft nahelegen, ich solle auf meiner privaten, von mir selbst bezahlten und völlig werbefrei gehaltenen Webseite, die ich in meiner Freizeit mit viel Liebe bestücke, nun wirklich losgehen und zu jedem Plugin was ich hier nutzen will einen umfangreichen Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen? Ich sage Ihnen was: wenn Sie nicht wollen, dass meine Website Ihre IP-Adresse weitergibt, dann kommen Sie doch einfach nicht hier her.

§4 Kontaktaufnahme/Einkäufe im Shop

Nun zur Kontaktaufnahme: Falls Sie mir eine E-Mail senden, müssen Sie damit leben, dass ich Daten von Ihnen erhalte. Ich sehe dann Ihre E-Mailadresse, eventuell auch Ihre IP-Adresse und wenn ich mir richtig Mühe gebe und den X-Header Ihrer E-Mail händisch auswerte, kann ich eventuell sogar sehen, wie der Computer heißt, von dem aus Sie die Nachricht geschrieben haben. Das ist keine Zauberei oder Hackerkunst, sondern ein Internet-Standard. Wer den lesen kann, kommt an diese Daten. Das ist technisch bedingt – und schon seit vielen Jahren so. Falls Sie mir ungefragt Ihre Daten zusenden, dürfen Sie davon ausgehen, dass ich Ihre E-Mail genauso gut oder schlecht behüte wie alle meine übrigen E-Mails auch. Sollten Sie sich irgendwann mal überlegen, dass ich die von Ihnen ungefragt zugesandte E-Mail löschen soll, dürfen Sie mich höflich darum bitten – versprechen tue ich aber nichts. Auch hier gilt: wenn Sie damit nicht leben können, senden Sie mir bitte keine E-Mail zu.

Gleiches gilt übrigens in abgewandelter Form bei Briefpost: Also Absender, Poststempel ... ACHTUNG: DNA Probe vom Briefmarken-oder Brieffalzanlecken wäre technisch möglich - mache ich aber nicht. Ne, mal im ernst: Nutzt die selbstklebenden - gerade in der Grippezeit.

Ach und nochwas: Bitte nicht in der Backstube Briefe schreiben. Mehlreste am Brief sorgt zumeist für Schließung ganzer Briefverteilzentren und dann heißt es wieder, der Moslem war es. Oder diesmal der Russe. Ich bin gerade in der Schuldzuschieberei nicht auf den Laufenden. Aber ich empfehle politisch interessierte ein paar Vorträge von Daniele Ganser um dann vielleicht doch eher darauf zu kommen, dass es schlussendlich doch die Amerikanische Regierung war...

Wenn Sie bei mir einkaufen, brauche ich sowas wie Lieferanschrift. Dafür bekommen Sie auch meine Bankdaten - Zug um Zug. Diese Daten werden für die Abwicklung benötigt und JA: Die Anschrift gebe ich dem Versanddienstleister weiter. Ohne die kommt halt nichts an. Mein Versanddienstleister kann ein wenig eigenwillig sein, was die Adressdaten angeht. Man hört in den Medien, dass Absender und Empfänger von amerikanischen Behörden gescannt und gespeichert werden. Schweinerei - Abhören unter Freunden geht ja gar nicht - welch ein Brüller. Damit müssen Sie leben. Da Kupferstiche jetzt nicht gerade problematisch sind, wird man es überleben. Bestellen Sie allerdings regelmäßig technische Vaseline bei Amazon oder so könnte man Ihnen das zum Nachteil auslegen.

Ich gehe auch davon aus, dass meine Bankdaten bei Ihnen nur dazu genutzt werden, mir Geld zu überweisen. Und Spenden und Geschenke. Aber eigentlich reicht es mir, den fälligen Betrag zu überweisen.

Und nochwas:

Ich lebe in einem Urlaubsort! Wenn Sie sich also für meine Bilder interessieren, besuchen Sie mich (telefonische Anmeldung erwünscht). Live sehen meine Bilder wesentlich besser aus als auf den Abbildungen.

Dann können Sie auch anonym(Name gelogen) kaufen und mit Bargeld bezahlen. Noch geht es ja. Das wäre die Gelegenheit, Ihre Kunstsammlung anonym zu erweitern. Für extremste Paranoia kann man sich noch eine Papiertüte über den Kopf stülpen - aber Vorsicht: Wenn die Nachbar das sehen, denken die womöglich an einen Überfall und rufen die Polizei.

Die Quelle des Geldes hinterfrage ich nicht, es sei denn, es sind Blüten.

§5 Kommentare

Weiter im Text: Thema Kommentar. Sie können hier gerne einzelne Meldungen kommentieren (wenn es funktioniert, mein lieber Sohn). Aber erneut gilt auch hier: Sie müssen davon ausgehen, dass ein paar Daten über Sie erfasst werden. Die IP-Adresse, der Name und die Mailadresse. Immerhin: beim Namen und der Mailadresse können Sie mit Pseudonymen arbeiten – oder einfach lügen, das ist okay für mich. Bei der IP-Adresse wird es etwas schwieriger – aber hey, wenn die Ihnen zu privat ist, nutzen Sie doch TOR oder einen Proxy. Once again: Love it or leave it.

§6 Cookies

Sie wissen was ein Cookie ist? Nein? Ok, das können Sie nachlesen. Manche Menschen haben Angst vor Cookies, weil sie glauben, dass man damit herausbekommen kann, ob sie (diese Menschen mit der Angst) gestern Abend auf einer Porno-Seite waren oder sich insgeheim für satanistische Nazischergenmusik interessieren. Deswegen möchte kaum jemand, dass eine Website Cookies speichert. De facto ist es aber so, dass Websites ohne Cookies heute kaum noch funktionieren. Und so lange nur First-Party-Cookies eingesetzt werden, ist das mit dem Tracking der Nazi-Porno-Seiten nicht möglich. Diese Website nutzt bestimmt auch Cookies – allerdings nur die „guten“ First-Party-Cookies. Third-Party-Cookies habe ich zumindest nicht bewusst in diese Website integriert.

Ansonsten, denken Sie an das Krümmelmonster: Der würde Cookies NIE ablehnen.

§7 Abmahnungen

Bevor Sie mich wegen eventuell fehlender, unvollständiger oder nicht ausreichend durchdrungener Aspekte der DSGVO abmahnen, berücksichtigen Sie bitte die Worte der zur Einführung der Verordnung zuständigen EU-Justizkommissarin Věra Jourová. Die sagte in einem Interview mit der ZEIT wörtlich: „Es geht [bei der DSGVO] um gesunden Menschenverstand und Verhältnismäßigkeit. Wenn Ihnen jemand eine E-Mail schreibt und Ihnen zugesteht, dass Sie seine Daten verwenden dürfen, dann ist doch klar, dass er Ihnen eine Einwilligung erteilt. Im Übrigen sanktionieren die Datenschutzbeauftragten nicht nur, sondern beraten auch. Meine Prognose ist, dass sich die Behörden auf die Anbieter konzentrieren, die den größten Schaden verursachen können, die die meisten Daten verarbeiten.“

Darüber hinaus verweise ich hier auch gerne auf eine Aussage des deutschen „Vaters“ der DSGVO, Jan Philipp Albrecht. Er schreibt in seinem Blog wörtlich: „Was hingegen nicht eintreten wird, ist dass […] die Aufsichtsbehörden und irgendwelche Abmahnanwälte plötzlich eine ganz andere Gangart gegenüber all den kleinen Unternehmen, Einzelunternehmern, Vereinen und Bloggern einlegen werden.“ Sie dürfen davon ausgehen, dass ich beiden Akteuren im Falle einer Abmahnung hiervon berichten werde.

§8 Schlussbestimmungen

Last but not least: Ich sehe mich als Teil der Menschheitsfamilie und habe eine positive Grundhaltung zum Thema Datenschutz. Das Thema liegt mir wirklich am Herzen. Wenn ich dann allerdings sehe, mit welcher handwerklichen Qualität die Datenschutzgrundverordnung in Deutschland ausgerollt wurde, komme ich als politisch interessierte Privatperson zu dem Schluss, dass ich nicht über jedes Stöckchen springen will und kann, was der Gesetzgeber mir hier hin hält.

Mein Ansinnen, nun die Behörden wie Finanzamt, Rundfunkbeitragsservice oder andere zu nerven liegt mir fern. Aber ein Auskunftsersuchen bei der NSA würde mich schon reizen - vor allem, wenn ich es schaffe, mich als Angela Merk-doch-mal-was-el ausgeben zu können.

Einen Datenschutzbeauftragten habe ich nicht, aber Ihr könnt euch an meinen Sohn wenden. Der freut sich über Fanpost und Anfragen.

Besucht ihn einfach auf https://www.labma.de

Irgendwann werde ich diese Erklärung auch auf die Webseite positionieren. In Anbetracht der Wichtigkeit muss es aber hier sein.

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